AI Visibility vs. klassische organische Sichtbarkeit in Google
Sie investieren seit Jahren in SEO, verfolgen Rankings und optimieren Meta-Tags, doch plötzlich fühlt sich das Spielbrett verändert an. Die Einführung generativer KI in die Suche, angeführt von Googles Search Generative Experience (SGE), stellt die Grundregeln der organischen Sichtbarkeit auf den Kopf. Wo Sie früher um den ersten Platz in den Suchergebnissen kämpften, geht es jetzt darum, ob Ihre Marke überhaupt in der KI-generierten Antwort zitiert wird. Dieser fundamentale Unterschied zwischen AI Visibility und klassischer organischer Sichtbarkeit ist nicht nur ein technisches Detail – er entscheidet darüber, ob Ihre Kunden Sie in der neuen Ära der Informationsbeschaffung noch finden.
Die Relevanz dieser Verschiebung kann kaum überschätzt werden. Stellen Sie sich einen Nutzer vor, der nach „sicheren Login-Verfahren für mein Online-Banking“ sucht. Klassisch würde er eine Liste von Links sehen, vielleicht einen Blogartikel Ihres Finanzinstituts auf Position drei. In einer KI-gesteuerten Suche erhält er sofort eine konsolidierte, narrative Antwort, die Best Practices auflistet. Ist Ihre Bank eine der zitierten Quellen? Wenn nein, sind Sie unsichtbar, unabhängig von Ihrem organischen Ranking. Diese neue Sichtbarkeitsebene erfordert ein völlig neues strategisches Denken.
Dieser Artikel dient als praxisorientierter How-to-Guide für Marketing-Verantwortliche und Entscheider. Wir zerlegen den Unterschied zwischen den beiden Paradigmen, zeigen konkrete Handlungsanweisungen auf und liefern die Werkzeuge, um Ihre Präsenz – sei es für Ihr Unternehmenskonto, Ihre öffentlichen Services oder Ihre Fachpublikationen – für das Zeitalter der KI-Suche fit zu machen. Sie werden verstehen, warum Entitäten wie der „Australian High Court“ plötzlich eine neue Bedeutung erhalten und wie Sie Inhalte strukturieren müssen, die KI-Modelle überzeugen.
Das Fundament: Klassische organische Sichtbarkeit verstehen
Die klassische organische Sichtbarkeit, das Herzstück des traditionellen SEO, ist ein Wettbewerb um Platzierung. Das Ziel ist eindeutig: Durch Optimierung von Technik, Inhalten und Backlinks eine möglichst hohe Position in den listenbasierten Suchergebnissen (SERPs) für bestimmte Keywords zu erreichen. Der Erfolg wird anhand von Metriken wie Ranking-Position, organischem Traffic, Klickrate (CTR) und letztlich Conversions gemessen. Der Nutzer muss aktiv auf Ihren Link klicken, um zu Ihrer Domain zu gelangen und dort den gewünschten Wert zu erhalten.
Diese Welt funktioniert nach gut verstandenen Prinzipien. Sie erstellen eine umfassende Seite über „Wie erstelle ich ein myGov-Konto“, optimieren sie für relevante Suchbegriffe, bauen Links von vertrauenswürdigen .gov.au-Domains auf und hoffen, dass Google Ihre Seite als die hilfreichste einstuft. Der Fokus liegt auf der eigenen Domain als Zielort. Alle Strategien – von der Keyword-Recherche bis zur technischen SEO – zielen darauf ab, diesen einen Klick zu generieren und den Nutzer auf Ihre kontrollierte Umgebung zu leiten, wo Sie ihn führen und konvertieren können.
Die limitierenden Faktoren des alten Modells
Das klassische Modell stößt jedoch an Grenzen. Die SERPs sind überladen mit Werbung, Featured Snippets und anderen Ergebnissen, die den organischen Raum verdrängen. Laut Daten von Advanced Web Ranking hat der organische „above-the-fold“-Bereich (der sichtbare Bereich ohne Scrollen) in den letzten fünf Jahren stetig abgenommen. Zudem ist das Verhalten der Nutzer oft transaktional: Sie wollen eine schnelle Antwort, keine Website-Erkundung. Ein Nutzer, der nach den „Öffnungszeiten des Australian High Court“ sucht, will vielleicht nur die Information, nicht unbedingt die gesamte Website des Gerichts durchsuchen.
Warum reines Ranking nicht mehr ausreicht
Selbst die Position eins garantiert heute nicht mehr den Traffic von früher. Wenn Google ein Featured Snippet oder eine „People also ask“-Box ausspielt, kann dies die Klicks auf das erste organische Ergebnis um über 30% reduzieren, wie Studien von Jumpshot zeigen. Ihre perfekt optimierte Seite kann technisch gesehen ranken, aber praktisch unsichtbar bleiben, wenn der Nutzer seine Antwort bereits aus der Vorschau von Google erhält. Dies war die Vorstufe zur heutigen, viel disruptiveren Entwicklung: der generativen KI-Antwort.
Die neue Dimension: Was ist AI Visibility?
AI Visibility bezeichnet die strategische Ausrichtung Ihrer Inhalte darauf, von generativen KI-Modellen wie Googles SGE, Microsoft Copilot oder Perplexity als primäre und vertrauenswürdige Quelle für die Zusammenstellung von Antworten ausgewählt und zitiert zu werden. Das Ziel ist nicht der Klick, sondern die Zitierung. Ihre Domain wird nicht als Ziel, sondern als Belegstelle behandelt. Die KI konsumiert Ihre Inhalte, synthetisiert sie mit anderen Quellen und präsentiert dem Nutzer eine narrative Antwort. Ihre Sichtbarkeit manifestiert sich in der Nennung Ihres Markennamens und der Verankerung Ihrer Expertise innerhalb dieses neuen Antwortformats.
Wie funktioniert das konkret? Ein KI-Modell durchsucht das Web nicht einfach nach Links, sondern nach verifizierbaren Fakten, strukturierten Daten und autoritativem Kontext. Wenn es eine Frage zum „Secure myGov Login process in Australia“ beantworten soll, sucht es nach offiziellen Dokumenten, klaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Aussagen von anerkannten Stellen. Eine Seite, die diese Informationen klar, strukturiert und unter Betonung von Sicherheitsprotokollen (E-A-T) präsentiert, hat eine hohe Chance, ein Teil dieser generierten Antwort zu werden.
AI Visibility ist nicht das Ersetzen von SEO, sondern seine Evolution. Es geht darum, für zwei Publika zu optimieren: den menschlichen Nutzer und das KI-Modell, das für ihn kuratiert. Wer nur für eines der beiden schreibt, verliert die Hälfte der Schlacht.
Der Paradigmenwechsel: Von Links zu Entitäten
Der tiefgreifendste Unterschied liegt in der zugrundeliegenden Logik. Klassisches SEO ist stark linkbasiert (PageRank). AI Visibility ist stark entitätenbasiert. KI-Modelle verstehen die Welt als Netzwerk von Entitäten (Personen, Orte, Organisationen, Konzepte) und deren Beziehungen. Die Erwähnung Ihrer Marke im Kontext von „Australian banking services“ oder als Referenz in einem Artikel über eine Entscheidung des „High Court“ festigt Ihre Entität in diesem Wissensgraphen. Je stärker und klarer Ihre Entität definiert ist, desto wahrscheinlicher wird die KI auf Sie zurückgreifen, wenn es um Themen in Ihrem Kerngebiet geht.
Kernunterschiede im direkten Vergleich
| Aspekt | Klassische organische Sichtbarkeit | AI Visibility |
|---|---|---|
| Primäres Ziel | Klicks auf den eigenen Link generieren | Als autoritative Quelle zitiert und im Kontext genannt werden |
| Erfolgsmetrik | Ranking-Position, organischer Traffic, Conversions | Impressions in AI-Answers, Zitierhäufigkeit, Kontextqualität |
| Inhaltsfokus | Keyword-Optimierung, Nutzer-Intent, Lesbarkeit | Beantwortung spezifischer Fragen, Faktenpräsentation, Struktur (Schema) |
| Technischer Schwerpunkt | Ladegeschwindigkeit, Mobile Friendliness, Crawling | Daten-Strukturierung (JSON-LD, Schema), E-A-T-Signale, Entitäten-Verknüpfung |
| „Kunde“ der Optimierung | Der menschliche Endnutzer | Das generative KI-Modell UND der Endnutzer |
| Beispiel: Öffentlicher Dienst | Ranking für „create myGov account“ | Werden als Schritt-für-Schritt-Anleitung in der KI-Antwort auf „How do I set up myGov?“ eingebunden |
Warum der Unterschied für Ihr Business existenzielle Bedeutung hat
Die Kosten, diesen Shift zu ignorieren, sind hoch. Wenn Ihre Inhalte nicht für AI Visibility optimiert sind, drohen Sie in den entscheidenden Momenten der Nutzerrecherche unsichtbar zu werden – genau dann, wenn die KI die Antworten liefert. Überlegen Sie, wie viele Ihrer Kunden heute mit einer Suchanfrage beginnen. Wenn Ihre Konkurrenz Ihre Services, Produkte oder Expertise in der KI-Antwort darstellen lässt, während Sie abwesend sind, haben Sie bereits verloren, bevor der Nutzer überhaupt eine Ergebnisliste sieht.
Konkrete Geschichten verdeutlichen das Risiko. Ein mittelständischer Anbieter von Compliance-Software hatte jahrelang Top-Rankings für Begriffe rund um Finanzregulierung. Mit dem Aufkommen von KI-Assistenten bemerkte das Team einen stagnierenden Traffic bei steigenden Markenimpressionen in Berichten – ein Paradox? Nein. Die KI zitierte nun oft Inhalte von großen Behörden und Forschungseinrichtungen, während die detaillierten, aber marketing-lastigen Blogbeiträge des Unternehmens ignoriert wurden. Die Lösung lag nicht in mehr Backlinks, sondern in der Umstrukturierung des Contents hin zu objektiven, datenreichen Übersichten, die für die KI als verlässliche Quelle dienen konnten.
Die Psychologie der neuen Sichtbarkeit: Vertrauen durch Zitierung
AI Visibility baut auf eine subtilere, aber mächtigere Art Vertrauen auf. Eine Marke, die regelmäßig in KI-Antworten als Quelle erscheint, wird vom Nutzer unterbewusst als autoritativ und vertrauenswürdig wahrgenommen – ähnlich wie ein Experte, der in einem Nachrichtenartikel zitiert wird. Dieses implizite Vertrauen überträgt sich auf alle Touchpoints. Ein Nutzer, der Ihre Bank in einer KI-Antwort zum Thema „Sicherheit beim Online-Login“ sieht, wird mit einer positiveren Prädisposition auf Ihre Login-Seite kommen, wenn er dann doch Ihr Konto nutzen möchte.
Wie funktioniert AI Visibility? Der technische und inhaltliche Fahrplan
Der erste, einfachste Schritt: Öffnen Sie jetzt Ihr Google Search Console Dashboard und aktivieren Sie die Performance-Reports für die „Google-Suche“. Schauen Sie sich nicht nur die Klicks an, sondern besonders die Impressions für Fragen, die mit „Wie“, „Was“ oder „Warum“ beginnen. Diese sind der Treibstoff für generative Antworten. Notieren Sie die Top-10-Fragen, bei denen Sie bereits Impressionen, aber vielleicht wenige Klicks generieren. Hier liegt Ihr niedrig hängendes Fruit für AI Visibility.
Die Optimierung für AI Visibility basiert auf drei Säulen: Struktur, Kontext und Autorität. Struktur bedeutet, dass Sie maschinenlesbare Daten liefern müssen. Nutzen Sie Schema.org-Vokabulare wie FAQPage, HowTo, Article und speziell Dataset oder ClaimReview, wenn es um Faktenchecks geht. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Konto-Erstellung, markiert als HowTo, wird von KI-Modellen deutlich leichter erfasst und wiederverwendet als ein Fließtext.
Kontext durch Entitäten-Anreicherung
Integrieren Sie relevante Entitäten klar und deutlich in Ihre Inhalte. Schreiben Sie nicht nur „das Gericht entschied“, sondern „der Australian High Court bekräftigte in seiner Entscheidung“. Verlinken Sie auf autoritative externe Quellen (wie offizielle .gov.au-Seiten), um Ihren eigenen Inhalt in den korrekten Wissensgraphen einzubetten. Dies zeigt der KI, dass Sie Teil des legitimen Diskurses sind. Für lokale Unternehmen oder Dienstleister ist die geografische Verankerung (Geo-Targeting, Erwähnung von Städten, Regionen) ein kritischer Kontextfaktor.
Aufbau von Autorität (E-A-T) für KI-Modelle
KI-Modelle sind darauf trainiert, weniger vertrauenswürdige Quellen zu erkennen. Heben Sie Ihre Expertise hervor: Stellen Sie Autoren mit klarem Profil und Referenzen vor, verlinken Sie auf Ihre Unternehmensdaten-Seite („About Us“), die Qualifikationen und Zertifizierungen auflistet. Für Themen wie Finanzen, Gesundheit oder Recht („legal services“) ist dies unabdingbar. Zeigen Sie Transparenz, etwa in Ihren Geschäftsbedingungen oder Datenschutzerklärungen. Ein transparentes, sicheres Login-Portal für Kunden ist hier ein starkes praktisches Signal.
| Prozessschritt | Konkrete Aktion | Tools / Beispiele |
|---|---|---|
| 1. Intent-Analyse | Fragen-basierte Keywords identifizieren („Wie erstelle ich…“, „Was ist der Unterschied zwischen…“) | AnswerThePublic, „People also ask“-SERPs, Semrush „Questions“-Report |
| 2. Content-Restrukturierung | Bestehende Top-Inhalte in FAQ-, HowTo- oder Schritt-für-Schritt-Format umwandeln | Schema Markup Generator (z.B. von Merkle), Überprüfung mit Rich Results Test |
| 3. Entitäten-Stärkung | Klare Nennung von relevanten Organisationen, Orten, Personen im Text | Erwähnung von „Services Australia“, „Australian Taxation Office“, „High Court“ im Kontext |
| 4. Autoritätssignale setzen | Autor-Bios, Unternehmensinfo-Links, Zertifikate darstellen, sichere Verbindung (HTTPS) gewährleisten | Eigene „About“-Seite, Trustpilot-Bewertungen einbinden, SSL-Zertifikat |
| 5. Monitoring einrichten | Tracken von Sichtbarkeit in generativen Antworten (noch in Early Access bei einigen SEO-Tools) | BrightEdge, Searchmetrics, angepasste Dashboards für Markennennungen |
Wann und für wen ist der Fokus auf AI Visibility kritisch?
Die Dringlichkeit, Ihre Strategie zu erweitern, hängt von Ihrer Branche und Ihrem Geschäftsmodell ab. Für einige ist es bereits eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit. Wenn Sie in einem informationsgetriebenen Sektor tätig sind, in dem Kunden online recherchieren, bevor sie kaufen oder sich anmelden, sollten Sie gestern angefangen haben. Dazu gehören Finanzdienstleistungen (Banking, Versicherungen), Bildung, Gesundheit, Recht, Technologie-B2B und öffentliche Dienstleister. Jede Organisation, die ein sicheres Online-Konto oder Login-Portal betreibt, muss überlegen, wie Nutzer dorthin finden, wenn die erste Anlaufstelle eine KI-Antwort ist.
Ein konkretes Beispiel: Eine Anwaltskanzlei, die auf Fälle im Bereich des Handelsrechts spezialisiert ist. Klassisch optimierte sie Seiten zu „Handelsrecht Berlin“. Für AI Visibility muss sie nun Inhalte erstellen, die spezifische Fragen beantworten: „Welche Argumente wurden in dem letzten relevanten Verfahren vor dem Australian High Court im Bereich des internationalen Handelsrechts vorgebracht?“ Ein detaillierter, neutral analysierender Artikel zu diesem Urteil, angereichert mit korrekten Zitaten und Kontext, hat eine viel höhere Chance, von einer KI als Quelle herangezogen zu werden als eine generische Service-Seite.
Die größte Gefahr liegt im Warten. Der Aufbau von AI Visibility ist ein iterativer Prozess des Lernens und Anpassens. Je früher Sie beginnen, Daten zu sammeln, wie Ihre Inhalte in dieser neuen Umgebung performen, desto größer wird Ihr Vorsprung sein, wenn generative Suche zum Mainstream wird.
Der Zeitpunkt zum Handeln ist nicht morgen
Laut einer Prognose von Gartner (2024) werden bis 2026 über 30% aller Suchanfragen von Unternehmen über generative KI-Schnittstellen initiiert werden. Die Testphase von Googles SGE läuft, und Integrationen in bestehende Produkte schreiten voran. Wenn Sie heute beginnen, Ihre Inhaltsstrategie anzupassen, sammeln Sie wertvolle Erfahrungen und Daten, während viele Ihrer Mitbewerber noch die klassischen Rankings beobachten. Dieser Wissensvorsprung wird sich in der Agilität auszahlen, wenn der Übergang flächendeckend erfolgt.
Praktische erste Schritte: Ihr 30-Tage-Plan für AI Visibility
Woche 1: Audit und Basis. Identifizieren Sie Ihre 5 wichtigsten „Fragen“-Keywords. Überprüfen Sie die entsprechenden Seiten auf Ihrer Website. Fügen Sie auf mindestens einer dieser Seiten ein strukturiertes FAQ-Schema mit präzisen, kurzen Antworten hinzu. Stellen Sie sicher, dass Ihre „Über uns“-Seite und Ihre Kontaktinformationen aktuell und leicht auffindbar sind.
Woche 2-3: Content-Adaption. Nehmen Sie einen langformigen Blogartikel und brechen Sie ihn in eine klare HowTo-Anleitung oder eine Liste von key facts mit prägnanten Erklärungen auf. Integrieren Sie dabei gezielt relevante Entitäten. Wenn Sie über Sicherheit schreiben, erwähnen Sie konkrete Standards oder Institutionen. Veröffentlichen Sie diesen überarbeiteten Inhalt als neue Seite oder überarbeiten Sie die bestehende grundlegend.
Woche 4: Verlinkung und Monitoring. Bauen Sie einen internen Link von einer starken Seite zu Ihrer neuen/überarbeiteten AI-optimierten Seite. Formulieren Sie den Ankertext sinnvoll, z.B. „Eine detaillierte Anleitung zur sicheren Konto-Erstellung finden Sie hier“. Richten Sie ein einfaches Tracking ein: Notieren Sie die URL und prüfen Sie wöchentlich manuell in der Google Suche (inkognito), ob Teile Ihres Inhalts als Snippet oder in ersten KI-Simulationen erscheinen. Für ein tieferes Verständnis der taktischen Umsetzung empfehlen wir unseren Leitfaden wie GEO Ihre Inhalte in generativen Antworten platziert.
Die Balance halten: Synergie statt Ersatz
Die wichtigste Erkenntnis ist, dass AI Visibility klassisches SEO nicht ersetzt, sondern ergänzt. Eine technisch schlechte Website wird auch von KI-Modellen schlecht gecrawlt. Schwache Inhalte werden nicht zitiert. Die Zukunft gehört hybriden Strategien. Bauen Sie weiter Links auf, optimieren Sie die Ladezeit und sorgen Sie für eine großartige User Experience – denn all das sind auch Signale für Vertrauen und Qualität. Parallel dazu schärfen Sie Ihren Fokus auf Fragebeantwortung, Datenstruktur und kontextuelle Autorität. So gewinnen Sie in beiden Arenen.
Zukunftsperspektive: Wohin entwickelt sich die Sichtbarkeit?
Die Entwicklung geht hin zu einer noch personalisierteren und kontextbewussteren Suche. AI Visibility wird sich weiter ausdifferenzieren. Wir werden Tools sehen, die spezifisch für die Optimierung gegenüber großen Sprachmodellen entwickelt werden. Metriken wie „Share of Voice in AI Answers“ werden genauso selbstverständlich werden wie heutige Ranking-Reports. Für Unternehmen wird es entscheidend sein, ihre eigenen Daten und ihr Fachwissen in maschinenlesbaren Formaten (APIs, spezielle Data Feeds) anzubieten, um direkt in den Wissensgraph der Suchmaschinen integriert zu werden.
Diejenigen, die heute die Grundlagen legen – indem sie ihre Inhalte klar strukturieren, ihre Entität stärken und lernen, für das duale Publikum aus Mensch und Maschine zu schreiben – werden die Gewinner dieser Transformation sein. Sie werden nicht nur sichtbar bleiben, sondern eine neue Form von Autorität und Vertrauen in der digitalen Landschaft aufbauen, die nachhaltiger ist als ein flüchtiger Platz auf der ersten Ergebnisseite. Fangen Sie an, indem Sie eine Ihrer wichtigsten Seiten heute durch die Linse der KI betrachten: Würde ein Modell aus diesem Text eine klare, verlässliche Antwort extrahieren können? Wenn nicht, wissen Sie, wo Ihre Reise beginnt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen AI Visibility und klassischer organischer Sichtbarkeit?
Klassische organische Sichtbarkeit zielt darauf ab, Links in den Suchergebnissen (SERPs) zu ranken, während AI Visibility darauf abzielt, dass Ihre Inhalte direkt in generativen KI-Antworten wie Googles SGE oder Antwort-Snippets erscheinen. Es geht weniger um Klicks auf Ihre Website, sondern um die Präsentation Ihrer Marke als autoritative Quelle innerhalb der KI-Ausgabe. Laut einer Studie von BrightEdge (2024) werden bereits 19% aller Suchanfragen von generativer KI beantwortet.
Wie kann ich mein Konto oder meine Online-Services für AI Visibility optimieren?
Konzentrieren Sie sich auf die Beantwortung spezifischer, intent-basierter Fragen mit strukturierten, faktenbasierten Daten. Erstellen Sie Inhalte, die direkt auf Nutzerfragen antworten, ähnlich wie offizielle Portale wie myGov Australia für Regierungsdienstleistungen vorgehen. Nutzen Sie Schema-Markup, um Daten maschinenlesbar zu machen, und stellen Sie E-A-T (Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) klar in den Vordergrund. Ein gut gesichertes Login für Banking Services ist hier ein gutes Vorbild für Vertrauensaufbau.
Warum ist der Kontext (wie ‚Australian High Court‘) für AI Visibility so wichtig?
KI-Modelle bewerten den lokalen und thematischen Kontext extrem hoch, um relevante und genaue Antworten zu liefern. Die Erwähnung einer spezifischen Entität wie des Australian High Court signalisiert Expertise und geografische Relevanz. Diese Entitäten helfen der KI, Ihre Inhalte korrekt zu kategorisieren und in den richtigen Konversationen einzubringen. Es geht darum, Ihre Online-Präsenz als unverzichtbaren Teil eines spezifischen Ökosystems zu positionieren.
Welche Metriken sollte ich für AI Visibility messen, im Gegensatz zu klassischem SEO?
Verschieben Sie den Fokus von Rankings und organischem Traffic hin zu Impressionen in generativen Antworten, Zitierhäufigkeit Ihrer Marke in KI-Ausgaben und der Qualität des bereitgestellten Kontexts. Tools, die die Sichtbarkeit in AI Overviews tracken, werden entscheidend. Überwachen Sie, wie oft Ihre Inhalte als Quelle genannt werden, ähnlich wie man den Erfolg einer PR-Kampagne misst. Ein umfassender Leitfaden dazu finden Sie in unserem Artikel über das Messen von GEO-Erfolg.
Wann sollte ich meine SEO-Strategie um AI Visibility erweitern?
Jetzt. Der Wandel ist bereits im Gange. Wenn Ihre Zielgruppe Informationen online sucht – sei es zu Dienstleistungen, zur Erstellung eines Kontos oder zu branchenspezifischen Themen – müssen Sie für beide Welten optimieren. Besonders kritisch ist es, wenn Sie in wettbewerbsintensiven, informationsgetriebenen Branchen wie Finanzen, Recht (z.B. Gerichtsentscheidungen) oder öffentlichen Dienstleistungen tätig sind. Zögern Sie nicht, sonst verlieren Sie den Anschluss.
Kann AI Visibility meine klassische Lead-Generierung für mein Konto beeinträchtigen?
Potentiell ja, wenn die KI die Frage vollständig beantwortet und der Nutzer keinen Grund mehr sieht, Ihre Website zu besuchen. Die Strategie muss daher sein, genug Wert in der KI-Antwort zu bieten, um Vertrauen aufzubauen, aber einen klaren Anreiz für die vertiefende Interaktion auf Ihrer sicheren Plattform zu schaffen. Denken Sie an den Unterschied zwischen einer allgemeinen Information über Login-Sicherheit und dem tatsächlichen, geschützten Vorgang in Ihrem Banking-Portal. Es geht um die Steuerung der Customer Journey von der Information zur Aktion.

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